Sylphide: Ratgeber

Welche Assoziationen haben Sie, wenn Sie an den Begriff 'Korsett' denken? Vielleicht Atemnot, Unbequemlichkeit, Qualen, etc.? Das ist leider bei vielen Menschen so. Die vorliegende Fragen- und Antwortensammlung, die aus meinen Erfahrungen entstanden ist, soll dazu dienen, dieses negative Image auszuräumen, ihm positive Aspekte gegenüberzustellen und über die praktische Verwendbarkeit von Korsetts in der heutigen Zeit zu informieren. Sie hat ihren Zweck erreicht, wenn Sie nach der Lektüre mit dem Begriff 'Korsett' die Vorstellungen Eleganz, Grazie, Attraktivität verbinden.

Die folgenden Themen werden behandelt:


Was ist ein Korsett?

Das Korsett ist ein Bestandteil der weiblichen Unterkleidung mit langer Tradition. Bis zurück ins 15. Jahrhundert reicht seine Geschichte, und heute wird es immer noch getragen, allerdings nicht von vielen Frauen. Seine Blütezeit erlebte es jedoch um die Jahrhundertwende, in der Belle Epoque, also vor etwa 100 Jahren. Auch vor etwa 50 Jahren wurde es noch sehr häufig verwendet.

Ein Korsett wird aus festem Stoff (Satin, Brokat, einfache Baumwolle) hergestellt und umschließt den Rumpf meist von der Hüfte bis zum Busen. Die Faltenbildung wird durch biegsame Verstärkungen verhindert. Der stabile Vorderverschluß erlaubt ein schnelles An- und Ausziehen des Korsetts. Hinten befindet sich die Schnürung, die nach dem gleichen Prinzip wie die Schnürung an einem Schuh oder Stiefel funktioniert.

Warum ein Korsett tragen?

Ein Korsett entfaltet im wesentlichen drei Hauptwirkungen:

  1. die Verschmälerung der Taille,
  2. die Anhebung und Stützung des Busens,
  3. die Verbesserung der Haltung.

Diese drei Wirkungen sind auch die Erklärung für den lange währenden Erfolg des Korsetts, denn sie alle tragen dazu bei, die Trägerin weiblicher, eleganter und attraktiver zu machen. Die ersten beiden Wirkungen sind eine Folge des Druckes, welchen das Korsett auf die Taille und den unteren Brustkorb ausübt. Die dritte Wirkung wird durch die in das Korsett eingearbeiteten Versteifungen bedingt.

Neben diesen Hauptwirkungen gibt es weitere, angenehme Auswirkungen des Korsetttragens:

  1. wenn das Korsett weit genug nach unten reicht, wird der Bauch ganz flach,
  2. wenn das Korsett weit genug nach oben reicht, kann auf einen BH verzichtet werden, denn der Busen wird vom Korsett gestützt,
  3. die Stützung des Rückens bei langem Sitzen ist sehr angenehm und orthopädisch sinnvoll.

Zusammenfassend kann gesagt werden, daß durch das Tragen eines Korsetts eine schmale Taille, ein schöner Busen, ein flacher Bauch und eine gute Haltung erzielt wird. Sind das nicht alles Dinge, die für jede Frau erstrebenswert sind? Sie können sich nur positiv auf das Erscheinungsbild auswirken, wie auch weiter unten im Abschnitt über geeignete Kleidung dargestellt wird.

Wer kann ein Korsett tragen?

Jede Frau! In Karikaturen jedoch werden meist korpulente Frauen gezeigt, die in ein Korsett gezwängt werden. Sicherlich kann ein Korsett auch "die Massen" bändigen, die Hauptanwenderinnen von modischen Korsetts sind jedoch Frauen mit einer normalen oder eher schlanken Figur. Sie erreichen durch die Verwendung dieses Kleidungsstückes eine sehr ästhetische Körperform und haben auch die geringsten Probleme, sich an ein Korsett zu gewöhnen.

Es ist einfacher, ein Korsett tragen zu lernen, wenn man jünger ist und der Körper noch bereit, Umformungen anzunehmen. Die sollen durch das Tragen dieser Kleidungsstücke ja teilweise erreicht werden. Mädchen im Teenie-Alter beginnen ab und zu heutzutage schon mit dem Tragen von Korsetts. Oftmals, wenn sie als Beispiel eine Mutter haben, die ein schönes und formendes Korsett trägt. Eine Grenze nach oben ist nicht bekannt. Möglicherweise schnürt sich eine ältere Dame aber nicht mehr so extrem, wenn sie erst relativ spät mit dem Korsettieren begonnen hat.

Auch ist das Tragen von Korsetts zwangsläufig nicht auf eine bestimmte Gesellschaftsschicht beschränkt, wie manche Leser eventuell annehmen. Weit gefehlt! Sicher muss dann jede Frau, die ein formendes Korsett trägt, erst einmal lernen, mit Selbstbewusstsein ihre auffällige Wespentaille zu zeigen. Dass das nicht ganz einfach ist, habe ich selbst erfahren.

Und es gibt auch noch korsetttragende Männer. Diese Korsetts werden aber weniger getragen, um eine Wespentaille zu erhalten, sondern eher, um ein "Bäuchlein" zu verbergen. Sie sind auch nicht meine Zielgruppe.

Wie eng soll es sein?

Nicht zu eng! Diese auf den ersten Blick etwas wertlose Feststellung beinhaltet jedoch den Kerngedanken zu diesem Thema. Ein gut sitzendes Korsett soll an einer Frau selbstverständlich aussehen, nicht gekünstelt oder gezwungen. Das geht aber nur, wenn die Trägerin sich darin wohlfühlt, was bei einem zu engen Zuschnitt sicher nicht gegeben ist. Sie denken jetzt vielleicht: "Ich werde nie eine schmale Taille erreichen, weil ich nur eine ganz geringe Einschnürung aushalte!". Das wäre tatsächlich so, wenn es nicht das Phänomen der Gewöhnung gäbe, welches für eine erfolgreiche Anwendung von Korsetts geradezu essentiell ist.

Ihr erstes Korsett wird wahrscheinlich nur etwas schmaler (ca. 5cm) als Ihre natürliche Taillenweite sein. Wenn Sie es zuschnüren, wird es Ihnen etwas eng erscheinen, aber durchaus gut erträglich sein. Nach ein paar Wochen oder gar schon Tagen werden Sie merken, daß es nun gar nicht mehr eng ist, ja daß Sie es fast nicht mehr spüren. Jetzt könnten Sie ein engeres Korsett verwenden (ca. 10cm schmaler als Ihre ungeschnürte Taillenweite) und versuchen, es zuzuschnüren. Das wird Ihnen wieder etwas eng vorkommen, vielleicht sogar enger als es bei den ersten 5cm war. Aber nach einiger Zeit werden Sie merken, daß Sie sich auch an diese Einschnürung gewöhnt haben. Prinzipiell könnten Sie nun nach diesem Muster fortfahren, aber die Erfahrung zeigt, daß man die Taille um nicht mehr als ca. 20-25% ihrer Ausgangsweite einschnüren sollte, wenn der Komfort erhalten bleiben soll. Wenn Ihre natürliche Taille beispielsweise 65cm mißt, können Sie sie nach ausreichender Gewöhnung um ca. 13-16cm einschnüren, d.h. auf eine Weite von 49-52cm.

Die Gewöhnung dauert erfahrungsgemäß unterschiedlich lange, je nach Körperbau und Empfindsamkeit der Trägerin, aber nach einiger Zeit haben sich alle Frauen an das Tragen eines Korsetts gewöhnt. Dies sind keine leeren Worthülsen, sondern von mir persönlich erlebte Erfahrung, die sich auch mit den Erfahrungen aller mir bekannten korsetttragenden Damen decken! Meine natürliche Taillenweite beträgt 58cm. Ich schnüre sie gewöhnlich auf ca. 44cm was 75% der Ausgangsweite entspricht. Dabei bleibt der Komfort vollständig erhalten.

Falls Sie zu den etwas ambitionierteren Damen gehören, können Sie sich auch an den folgenden Angaben orientieren. Sie basieren auf Empfehlungen sich stark schnürender Damen und stammen teilweise aus der Blütezeit des Korsetts vor etwa 100 Jahren. Danach gibt es drei Methoden, die minimal möglichen und sinnvollen Taillenweiten zu berechnen. Die erste geht davon aus, daß die Zieltaillenweite ca. 25cm schmaler sein sollte, als die Ausgangstaillenweite. Bei einer natürlichen 65cm Taille wäre somit die Zieltaillenweite 40cm. Diese Methode hat den Nachteil, daß sie eine Verringerung unabhängig von der Ausgangstaillenweite angibt. Die zweite Methode orientiert sich am Brustumfang. Eine moderate Einschnürung entspräche danach einer Taillenweite von ca. 5/8 des Brustumfanges, die minimale Taillenweite sollte nicht unter der Hälfte des Brustumfanges liegen. Bei einem Brustumfang von 85cm wären die entsprechenden Taillenmaße: moderat 53cm, minimal 42cm. Diese Methode hat den Vorteil, daß sie eine ausgeglichene Figur erzeugt, da sie relativ arbeitet. Die dritte und letzte Methode schlägt vor, daß die Taillenweite etwas unter dem Umfang des Oberschenkels liegen sollte. Diese Methode hat den Vorteil, daß sie die Körperproportionen und indirekt das Gewicht und den Fettanteil berücksichtigt. Damit wird bei Figurveränderungen ebenfalls eine ausgeglichene Silhouette erreicht. Die in diesem Abschnitt angegebenen Taillenreduktionen erfordern eine intensivere Eingewöhnung als die weiter oben erwähnten. Bei konsequenter Anwendung des Korsetts können sie jedoch ebenfalls bei weitgehender Erhaltung des Komforts erreicht und erhalten werden.

Ein Wort noch zur Gewöhnung: Vermutlich tragen Sie auch Schuhe mit hohen Absätzen (Absatzhöhen 7-9cm). Um damit problemlos gehen zu können, ist ebenfalls eine Eingewöhnungszeit erforderlich. Wenn die Absätze höher werden sollen, muß man sich ebenfalls an die neue Höhe gewöhnen. Meine persönliche Erfahrung (und die aller mir bekannten Korsettträgerinnen) ist, daß es einfacher ist, sich an ein Korsett zu gewöhnen, als an das Tragen hoher Schuhe!

Übrigens: Wenn Sie Ihr Gewicht um ein paar Kilogramm reduzieren, werden Sie sich sehr leicht um einige Zentimeter enger schnüren können.

Wie wird ein Korsett geschnürt?

"Zuziehen" werden Sie vielleicht sagen, aber es gibt dabei doch eine Menge zu beachten, damit sich der gewünschte Erfolg einstellt. Das falsche Schnüren ist der Grund für die meisten "Korsett-Mißerfolge" und nicht selten wird ein Korsett nur deshalb nicht getragen, weil nicht bekannt ist, wie man es richtig schnürt.

Ein Korsett sollte nie direkt auf der Haut getragen werden, sondern immer über einem leichten Baumwollunterhemd. Das hat folgende Vorteile:

Im folgenden wird Schritt für Schritt beschrieben, wie ein Korsett korrekt geschnürt wird. Die Schnüre werden oben eingefädelt und dann unter ständigem Kreuzen (wie bei einem Stiefel) nach unten geschnürt. Im Bereich der Taille wird eine Überkreuzung ausgespart, dafür werden die Schnüre direkt ein Loch tiefer wieder eingefädelt, so daß zwei Schlaufen entstehen. Wenn Sie am unteren Ende des Korsetts angekommen sind, knoten Sie die beiden Schnurenden zusammen.

Eine halbe Stunde bevor geschnürt werden soll, müssen die Hautpartien, die später vom Korsett bedeckt werden, mit einer Feuchtigkeitslotion oder Creme behandelt werden. Dies ist besonders im Taillenbereich wichtig, da die Haut durch den langanhaltenden Druck leicht trocken wird.

Das folgende sollte im Stehen durchgeführt werden. Nachdem die Creme eingezogen ist, unmittelbar vor dem Beginn des Schnürens, sollten die entsprechenden Hautpartien sehr großzügig mit Babypuder behandelt werden. Das ist eine wichtige Maßnahme des Hautschutzes.

Anschließend kann das leichte Baumwollunterhemd angezogen werden. Es ist sinnvoll auch über dem Hemd Babypuder aufzutragen, damit das Hemd später zwischen Haut und Korsett leichter verschieblich ist.

Die Schnürung des Korsetts sollte soweit aufgezogen sein, daß das Korsett problemlos angelegt und vorne zugehakt werden kann. Nachdem das Korsett nun locker anliegt, sollte die Trägerin es solange verschieben und manipulieren, bis die angenehmste Position erreicht ist.

Für das folgende kniet die zu schnürende Dame am besten vor einem Bett und legt den Oberkörper entspannt auf das Bett, wobei die Arme idealerweise weit nach vorne gestreckt werden (dadurch wird der Brustkorb gehoben).

Jetzt beginnt das eigentliche Schnüren, welches am besten von einer Hilfsperson ausgeführt wird. Man kann sich jedoch auch selbst schnüren (ich tue dies in mindestens der Hälfte der Fälle). Besonders wichtig ist, daß völlig ohne Kraft geschnürt wird. Eigentlich ist der Begriff "Schnüren" für diesen ersten Durchgang zu stark. Es geht eher darum, die Schnüre leicht anzuspannen. Dabei wird von oben und unten zur Mitte hin gestrafft. Die Taille wird hierbei noch nicht verschmälert. Nachdem die Schnüre anliegen, führt die Trägerin die gleiche Prozedur durch wie nach dem Anlegen des Korsetts. Das ist sehr wichtig für den späteren angenehmen Sitz.

In den nun folgenden Schnürdurchgängen wird das Korsett in möglichst kleinen Schritten enger geschnürt. Man beginnt oben und schnürt zur Mitte hin, dann von unten zur Mitte hin. Abschließend kann der Taillenbereich durch ein kurzes Anziehen beider Schnurpaare etwas stärker geschnürt werden (weil die Schnüre nach oder bei dem Verknoten etwas nachgeben). Danach werden die Schnurenden verknotet. Es reicht für den Anfang völlig aus, wenn bei jedem Durchgang eine Verschmälerung um 1cm erreicht wird. Nach jedem Durchgang sollte die geschnürte Dame die oben erwähnte Anpassungsprozedur durchführen, die auch ein mäßiges Seit- und Vorbeugen beinhalten kann. Wenn die Trägerin ein leichtes Unwohlgefühl äußert, sollte eine kurze Pause gemacht werden. Nachdem eine gewisse Einschnürung, beispielsweise 5cm, erreicht ist, sollte eine längere Pause gemacht werden. In dieser Zeit sollte sich die geschnürte Dame bewegen, idealerweise ihrer normalen täglichen Beschäftigung nachgehen. Die Länge der Pause sollte sich an dem Nachlassen des Beengtheitsgefühls orientieren. Manchen Damen reichen 5 Minuten, manche brauchen eine halbe Stunde und mehr. Danach sollte wieder die Schnürposition eingenommen und die Einschnürung nach dem obigen Schema fortgesetzt werden.

Nach einigen Schnürdurchgängen sollte das Korsett ganz zugeschnürt sein. Ein teilweises Offenlassen ist ungünstig, da einerseits die Schnüre in die Haut einschneiden und andererseits das Korsett offen nicht die nötige Stabilität im Rücken hat. Es kann leicht einknicken, was für die Haut und das Korsett sehr schädlich ist. Abschließend werden die Schnüre fest verknotet, damit sie sich nicht lösen können. Die Enden können entweder um die Taille gebunden werden oder von hinten nach vorne geführt unter den oberen Rand des Vorderverschlusses gesteckt werden, was den Vorteil hat, die Taille nicht zu verbreitern.

Nachdem nun das Korsett bis auf die gewünschte Enge zugeschnürt ist, müssen unbedingt die unter dem Korsett entstandenen Falten der Haut und des Hemdes beseitigt werden. Dazu wird das Hemd, das oben und unten das Korsett etwas überragen sollte, mit beiden Händen gefaßt und sowohl in Richtung der Schnürung als auch radiär mit kleinen Zugbewegungen gestrafft. Die Straffung beseitigt die Falten im Hemd, die Bewegungen beseitigen die Hautfalten. Diese Prozedur sollte an mehreren Stellen rund um das Korsett durchgeführt werden, besonders wichtig ist jedoch der Bereich unter der Schnürung und der seitliche Taillenbereich.

Das Korsett in dieser Weise anzulegen und zu schnüren ist die beste Basis für einen langdauernden Tragekomfort. Bei langen Tragezeiten sollte die Straffung öfter durchgeführt werden, jedoch mindestens einmal am Tag. Selbst wenn das Korsett ständig getragen wird (so wie ich das tue), ist es ratsam, es einmal am Tag abzulegen und die Haut erneut einzucremen und zu pudern. Dadurch wird Hautschäden vorgebeugt.

Wie soll ein Korsett beschaffen sein?

Es soll Ihnen gefallen! Dies ist ebenso simpel, wie psychologisch sinnvoll, denn wenn Sie das Korsett mögen, fällt es Ihnen viel leichter, die eventuellen Unannehmlichkeiten oder Einschränkungen zu tolerieren. Neben diesem mehr subjektiven Kriterium gibt es jedoch einige objektivierbare Dinge zu beachten.

Die Form des Korsetts ist von erheblicher Bedeutung. In verschiedenen Epochen waren verschiedene Korsettformen üblich. Mal waren die Korsetts kurz, mal lang, mal schlossen sie den Busen ein, mal nicht. Bei der Länge ist nach meinen Erfahrungen unbedingt zu beachten, daß das Korsett weit genug nach unten reicht. Im Sitzen sollte die vordere Versteifung gerade nicht das Schambeim erreichen. Dies erhält den Komfort bei gleichzeitig maximaler Stützfunktion. Dadurch wird nicht nur ein kosmetisch unschönes "Hervorquellen" des Unterbauches vermieden, sondern die untere Bauchdecke erhält eine Stütze, die verhindert, daß sich eine dauerhafte Deformation entwickelt.

Die Ausdehnung nach oben ist im wesentlichen eine Geschmacksfrage, wenn beachtet wird, daß die unteren, freien Rippen im Korsett eingeschlossen sein müssen. Generell kann empfohlen werden, daß das Korsett mindestens bis kurz unterhalb des Busens reicht. Wenn das Korsett den Busen einschließt, kann auf einen BH verzichtet werden, was besonders für dekolletierte Sommer- und Abendkleider vorteilhaft sein kann. Durch ein Korsett wird der Brustkorb angehoben, dadurch bekommt Ihr Busen automatisch etwas mehr Fülle. Wenn das Korsett den Busen einschließt, kann es durch die eingearbeiteten Cups eine noch intensivere Stützfunktion ausüben.

Ein Korsett sollte dort besonders eng sein, wo der Körper formbar ist. Das ist insbesondere im Taillenbereich und im Bereich des unteren Brustkorbs der Fall (die unteren 3-4 Rippenpaare lassen sich problemlos formen!). Umgekehrt sollte es überall dort, wo der Körper nur wenig formbar ist, also im Bereich der Hüfte und im Bereich des oberen Brustkorbs, nicht zu eng sein. Dort sollte es lediglich eine Stützfunktion ausüben und verhindern, daß sich unschöne Wölbungen bilden. Besonders der obere und untere Rand darf nicht zu eng sein, denn sonst schneidet er ein, was unschön und ungesund ist, denn darunter leidet die Haut. Ideal ist ein kontinuierlicher Übergang von der fest geschnürten Taille und dem unteren Brustkorb zur loseren Schnürung der Hüfte und des oberen Brustkorbes.

Die Taillenform ist für den Gesamteindruck von entscheidender Bedeutung, und zwar insbesondere die Länge der Taille (die vertikale Ausdehnung des schmalsten Bereiches). Je länger die Taille, desto höher die Anforderungen an die Trägerin, denn der stark eingeschnürte Bereich vergrößert sich mit der Länge der Taille. Desto zierlicher und graziöser wirkt aber auch die Figur. In der viktorianischen Zeit war es deshalb erstrebenswert, eine möglichst lange Taille zu erreichen. Hierbei gilt es, einen Kompromiß zwischen Länge und tolerierbarer Einschnürung zu finden. Von der Taille aus sollte die Silhouette möglichst ohne scharfe Übergänge zu den Hüften und zum Busen hin auslaufen. Es muß sich eine ästhetische Form ergeben. Manche Frauen versuchen, eine schmale Taille zu erreichen und benutzen dazu Korsetts, deren Taillenlänge nur 1-2cm beträgt. Ober- und unterhalb der Taille verbreitert sich das Korsett abrupt. Ein solches Korsett ist natürlich einfacher zu tragen als eines mit langer Taille. Das Ergebnis ist jedoch eine Silhouette, als ob ein schmaler Gürtel sich in die Taillengegend einschneiden würde. Dies kann keinen ästhetischen Ansprüchen genügen.

Als guter Kompromiß kann eine Taillenlänge von 5-7cm empfohlen werden. Wenn dazu noch ein sanfter Übergang von der Taille zu den Hüften und dem Busen vorliegt, kann durchaus ein ästhetisch ansprechendes Ergebnis erreicht werden, ohne daß eine sehr starke Einschnürung notwendig ist. Dies resultiert daraus, daß die Taille sich bei der empfohlenen Länge vollständig im rippenlosen Bereich des Rumpfes befindet, der besonders gut modellierbar ist.

Welche Kleidung paßt zum Korsett?

Einige Arten von Kleidung sind geradezu prädestiniert, mit einem Korsett getragen zu werden. Dazu gehören zuallererst Brautkleider und elegante Abendkleider. Diese Kleider sind oft in ihrer Machart Kleidern aus der Belle Epoque nachempfunden und daher so passend zu einer Korsettfigur. Die meisten Korsetts werden heute zu Brautkleidern getragen, und so manche Frau bleibt ihrem Hochzeitskorsett dann auch weiterhin treu.

Daneben gibt es jedoch noch einen weiteren, etwas weniger eleganten Favoriten: Die Kombination aus Rock, Bluse und breitem Gürtel. Dies ist eigentlich die Idealkleidung zum Korsett in unserer Zeit, weil diese Kombination fast zu jeder Gelegenheit getragen werden kann und somit alltagstauglich ist. Denn wenn Sie schon ein Korsett tragen, dann sollten Sie das Ergebnis ja auch möglichst oft präsentieren können!

Gewöhnliche Kleider passen auch gut zu einer Korsettfigur, sie müssen jedoch entsprechend abgenäht werden. Besonders grazil und mädchenhaft wirken leichte Sommerkleider, die durch einen breiten, elastischen Gürtel dem Korsett angepaßt werden. Im Zuge des aktuellen, figurbetonten Modetrends sind auch immer mehr Korsetts und dazu passende Kleider auf den Laufstegen der Modemetropolen zu sehen - sicher nicht ohne Grund!

Eine weitere gute Möglichkeit - speziell für Business-Frauen - eine schmale Taille zu präsentieren, sind modische körperbetonte Kostüme. Gerade taillierte, über die Hüften reichende Jacken gewinnen sehr durch den stärkeren Kontrast zwischen Oberweite, Hüftweite und der betont schmalen Taille und unterstreichen den akkuraten Eindruck dieses Outfits. Die durch das Korsett geförderte aufrechte Haltung signalisiert zudem Selbstbewußtsein und Durchsetzungsvermögen.

Tragen Sie gerne Hosen? Kein Problem, sie erfordern jedoch mehr Vorüberlegungen. Das Korsett muß unterhalb der Taille möglichst eng sein und den Bauch abflachen. Außerdem sollte es so weit wie möglich nach unten reichen. Wenn dies gegeben ist, können auch hautenge Jeans zu einem Korsett getragen werden. Besonderes Augenmerk ist dem Hosenbund zu schenken: Die meisten Hosen sind für eine geschnürte Taille im Bund viel zu weit. Deshalb ist ein Gürtel obligatorisch. Gegebenenfalls muß die Hose auch abgenäht werden. Besonders praktisch und wirkungsvoll sind Hosen mit hohem (Clochard-)Bund. Sie können ganz leicht mit einem engen Gürtel auf Figur gebracht werden und die Taille wirkt dann hervorragend.

Eine neue Entwicklung stellen sehr enge Jeans aus sehr elastischen Stoffen dar. Man spricht hier von "Skinny Jeans" oder "Slim fit Jeans" oder neuerdings auch "Jeggings". Der Vorteil solcher enganliegender Jeans ist, dass sie der Linie der Korsetts genau folgen und somit die geformte Figur hervorragend zur Geltung bringen. Besonders wichtig ist es hierbei darauf zu achten, dass das Korsett den Bauch entsprechend flach schnürt, damit keine unschöne Hervorwölbung sichtbar wird. Das ist viel wirksamer als irgendwelche Diäten, die einen flachen Bauch versprechen. Ein solches Korsett ist anspruchsvoller zu tragen als eines, bei welchem der Bauch hervorquillt, denn der Druck auf den Körper ist vor allem im Unterbauchbereich deutlich höher. Der ästhetische Vorteil rechtfertigt diese zusätzliche Herausforderung jedoch allemal.

Diese Ratschläge sind wiederum nicht aus der Luft gegriffen, sondern von mir selbst erarbeitet und erlebt worden. Ich trage zu meinem Korsett oft Hosen, zumeist solche mit hohem Bund, aber auch enge Jeans. Zur Illustration können Sie die Fotos auf dieser Website anschauen. So können Sie sehen, wie ein Korsett an einer Frau von heute aussieht UND wie passende Kleidung dazu aussehen kann. Diese Kleidung ist nichts Extravagantes, sondern so, daß fast jede Frau in ihrer Garderobe ähnliche Stücke hat. Diesen Kleidungsstil ("Girl-Next-Door-Look") im Zusammenhang mit dem Korsett zu propagieren ist mir ein Anliegen, denn ich denke, daß kaum eine Dame oder junge Frau heute viktorianische Kleider auf der Straße anziehen möchte.

Ergänzend möchte ich aus eigener Erfahrung noch anmerken, daß Sie mit einem Korsett viel Geld sparen können: Sie können sich noch so teure und elegante Designer-Kleidung kaufen, mit einem Korsett unter gewöhnlicher Kleidung werden sie um Größenordnungen mehr Aufmerksamkeit erregen!

Wann ein Korsett tragen?

Immer! Oder besser, immer wenn Sie wollen. Aus dem vorherigen Abschnitt über Kleider können Sie ersehen, daß Korsetts zu fast jeder Kleidung getragen werden können. Es gibt also fast keine Gelegenheit, bei der ein Korsett unangemessen wäre (natürlich beim Sport oder beim Duschen, aber das ist ja klar).

Vom Aspekt der Gewöhnung ist es sinnvoll, das Korsett möglichst oft zu tragen. Je länger und öfter Sie es tragen, desto weniger werden Sie es merken. Wenn es nicht zu eng ist, d.h. wenn Sie sich darin wohlfühlen, ist auch nichts gegen das ständige Tragen einzuwenden. "Ständig" bedeutet tatsächlich Tag und Nacht! Ich kann Ihnen versichern, daß das Korsett Ihren Schlaf nicht im mindesten stört, wenn Sie sich darin wohlfühlen (was meistens nach der Eingewöhnungszeit der Fall ist). Der große Vorteil des ständigen Tragens ist, daß sich Ihr Körper während der Nacht nicht wieder ausdehnt. Dies beschleunigt einerseits die Gewöhnung, andererseits ist eine Einschnürung am Morgen nicht notwendig, was für mich eine wichtige Motivation darstellt. Ungeachtet des ständigen Tragens sollten Sie das Korsett, wie oben erwähnt, einmal am Tag zur Hautpflege ablegen, danach aber wieder zuschnüren. In dieser kurzen Zeit findet keine Ausdehnung statt, so daß das Einschnüren leicht möglich ist.

Wenn Ihnen dies zu extrem vorkommt, können Sie Ihr Korsett zunächst auch nur stundenweise oder zu besonderen Anlässen, beispielsweise einem Theaterbesuch etc., tragen. Sie werden sich jedoch nicht so wohl darin fühlen, wie wenn Sie es ständig tragen würden. In diesem Fall legen Sie es am besten schon einige Zeit vor dem Anlaß an, damit Sie sich daran gewöhnen können.

Ich trage mein Korsett ständig und merke es nun meistens schon gar nicht mehr. Es ist mir so selbstverständlich geworden, daß ich mich ohne Korsett sogar etwas unwohl fühle. Das Korsett ist mir bei keiner meiner alltäglichen Tätigkeiten ein Hindernis, ich fahre sogar jeden Tag Fahrrad damit.

Welche Probleme könnte es geben?

Zu diesem Punkt gibt es gewöhnlich die meisten kritischen Anmerkungen. Ich möchte sie mit einer einzigen Aussage entkräften: Ein Korsett macht nur dann Probleme, wenn es zu eng ist oder nicht richtig sitzt! Ansonsten, und das können korsetttragende Frauen bestätigen, ist es angenehm ein Korsett zu tragen, und die Lebensqualität wird nicht vermindert, sondern sie wird erhöht.

Man muß natürlich beachten, daß das Tragen eines Korsetts gewisse Auswirkungen hat, die jedoch nicht als Probleme bezeichnet werden können:

  1. das Atemvolumen ist verringert (nur bei stärkerer Belastung bemerkbar!),
  2. man kann nicht soviel essen und trinken wie ohne Korsett,
  3. die Rumpfbeweglichkeit ist verringert.

Hierzu seien die folgenden Anmerkungen gemacht:

  1. Ein korrekt sitzendes Korsett behindert die Ruheatmung nicht! Wenn Sie eine stärkere Belastung voraussehen, dann ziehen Sie eben kein Korsett an. Sie würden ja in dem Falle auch keine Pumps oder eine hautenge Hose tragen.
  2. Ein korrekt sitzendes Korsett behindert die Nahrungsaufnahme in normalen Mengen nicht! Sie würden ja in einem engen Abendkleid ohne Korsett auch nicht soviel essen, daß das Kleid platzt. Außerdem ist das doch gar nicht so schlecht: eine automatische Eßbremse, die ein Zuviel verhindert!
  3. Ihre Wirbelsäule wird es Ihnen danken! Dadurch, daß Sie sich mit Korsett nicht so gut in der Lendenwirbelsäule beugen können, werden Sie automatisch zum Bücken die Knie beugen. Genau das empfehlen aber auch die Orthopäden. Das Korsett schützt also die Wirbelsäule!

Woher bekommt man Korsetts?

Durch die zur Zeit noch geringe Verbreitung von Korsetts ist eine Beschaffung schwierig. Es gibt nur wenige erfahrene Korsetthersteller weltweit und diese befinden sich fast ausschließlich im Ausland oder liefern nicht an Einzelpersonen. Neben der Beschaffung ist die Beratung ein weiterer wichtiger Punkt bei einem so besonderen Kleidungsstück wie dem Korsett. Beratung findet jedoch von seiten der Hersteller überhaupt nicht statt.

Jedes Korsett ist ein ganz individuelles Kleidungsstück, so wie auch jede Frau ganz individuell ist. Daher ist die angemessenste Art der Korsettherstellung die Maßanfertigung. Sie garantiert perfekten Sitz und größtmögliche Bequemlichkeit. Sie hat allerdings auch ihren Preis, da alles in Handarbeit gefertigt wird. Daher ist die Lieferzeit oft recht lang. Aus naheliegenden Gründen ist ein Umtausch ausgeschlossen.

Alternativ dazu gibt es auch Konfektionskorsetts, die natürlich nicht die Paßform von Maßanfertigungen erreichen, dafür aber deutlich preiswerter, schneller lieferbar und für den Anfang durchaus ausreichend sind, da insbesondere in der Gewöhnungsphase öfter engere Korsetts benötigt werden.

Ich hoffe nun, Sie neugierig gemacht und positiv gestimmt zu haben. Wenn sie irgendwelche Fragen haben, schreiben Sie mir (info@sylphide.de)! Schauen Sie auch unbedingt in die Seite mit Tips für die Korsettbestellung.

Eine Beispielberatung

Die Interessentin hat eine natürliche Taillenweite von 65cm und will eine Wespentaille von unter 50cm erreichen. Sylphide empfiehlt ihr hier beispielhaft ein Korsett von TGC. Die Ratschläge gelten natürlich analog für andere Korsetthersteller und sollen keine Bevorzugung dieses einen Herstellers ausdrücken.

Ebenso ist zu beachten, daß diese Beratung speziell auf diese Interessentin zugeschnitten und nicht ohne weiteres auf andere Personen übertragbar ist. Die Interessentin will sich ziemlich eng schnüren. Daher sind die Vorschläge für eine Dame, die nur eine leichte Taillenreduzierung anstrebt, in manchen Punkten möglicherweise zu extrem und sollten in diesen Fällen etwas abgeschwächt betrachtet werden. Trotzdem kann sie ein erstes Gefühl dafür geben, was beachtet werden sollte, um möglichst wenig Probleme zu haben. Die Hinweise basieren alle auf eigenen Erfahrungen und haben sich in der Praxis bewährt!

Sehr geehrte Korsettinteressentin,

ich werde Ihnen bei der Auswahl und Bestellung des für Sie geeigneten Korsetts behilflich sein. Es ist nämlich gar nicht so einfach, ein perfektes Korsett zu bekommen, in dem man sich gefällt und wohlfühlt. Bei der Bestellung meiner Korsetts hatte ich eine große Hilfe durch meinen Freund, der sehr gewissenhaft und exakt ist, was der Bestellung und dadurch auch der Leistung und dem Tragekomfort der Korsetts sehr zugute kam. Ich schöpfe daher aus unser beider Erfahrung, wenn ich Ihnen jetzt versuche weiterzuhelfen. Vielleicht können Sie später einmal einer Bekannten oder Freundin ebenso zu ihrer Wunschfigur verhelfen. Dieser Multiplikationseffekt ist eigentlich das Traumziel!

Ich denke, daß es sinnvoll ist, für den Einstieg das gleiche Korsettmodell zu bestellen, mit dem ich angefangen habe (Typ FL1 Lily). Es ist elegant, aus Baumwolle und Satin, in erster Linie zu Tragen unter der Kleidung gedacht, von der Form her so wie die Korsetts von 1880-1890 und erzeugt eine schöne Wespentaille. Es ist durch die Atmungsaktivität auch zum ständigen Tragen geeignet.

Der Hersteller macht nur Maßanfertigungen und berücksichtigt alle wichtigen Maße. Bei ihm ist die Subtraktion der 5cm notwendig! Man kann viele Sonderwünsche angeben. Folgende Wünsche habe ich realisieren lassen:

Überlegen Sie also, ob Sie diese Dinge auch so wollen. Nun zum Messen. Lassen Sie sich am besten von jemanden messen (z.B. von einer Freundin, der Sie bei der Gelegenheit ja auch gleich das Thema Korsetts näher bringen können :-)). Das ist wichtig, damit die Maße korrekt sind, was ja, wie gesagt, enorme Bedeutung hat. Folgende Maße (auf der Haut gemessen) sind notwendig:

Die Umfänge sind einfach zu messen. Die Höhen nicht, obgleich sie besonders wichtig sind. Binden Sie sich ein dünnes Band (Durchmesser ca. 1-2mm) recht fest um die Taille und zwar exakt um die Mitte der Taille, es sollte da sitzen wo Ihr Umfang am kleinsten ist und wo später auch die stärkste Einschnürung sein soll. Es sollte nicht stark einschneiden. Dann messen Sie die folgenden Höhen:

Diese Maße sind also notwendig. Man sollte die Messung mehrfach machen (mindestens 3 mal) und dann die Mittelwerte bilden. Als letztes Maß, als Krönung sozusagen, muß man sich die gewünschte Taillenweite überlegen. In Ihrem Fall würde ich empfehlen, daß Ihre geschnürte Taille über dem Korsett gemessen 50-55cm Umfang haben sollte. Wenn Sie Ihr Gewicht, und damit die Fettschicht am Bauch, noch ein wenig reduzieren, dürften Sie mit dieser Einschnürung durchaus zurechtkommen. Ich denke, daß es, insbesondere zur Eingewöhnung und zur Erreichung der gewünschten Taille, sinnvoll wäre, wenn Sie das Korsett möglichst lange, eventuell sogar ständig, tragen würden. Nachdem Sie es ein paar Wochen stundenweise getragen haben, können Sie es bestimmt problemlos kontinuierlich tragen. Reduzieren Sie die Taillenweite aber nur ganz langsam. Das gleiche gilt für die Erhöhung der Tragezeit. Geduld bewährt sich hier besonders.

Die nächsten beiden Abschnitte sind nur dann zu beachten, wenn Sie eine deutliche Taillenreduzierung anstreben!

Bezüglich des Fitness-Trainings ist zu sagen, daß Sie möglichst wenig die Bauchmuskulatur trainieren sollten, da dann die Einschnürung leichter geht. Tatsächlich ist es so, daß bei ständigem Tragen eines Korsetts die Bauchmuskulatur etwas kleiner wird (durch die Stützung des Korsetts hat sie nicht so viel zu tun), was sich positiv auf die erreichbare Taillenweite auswirkt. Durch den ständigen Druck des Korsetts reduziert sich auch das Fettgewebe unter dem Korsett (das dauert aber, ebenso wie bei den Muskeln, einige Wochen bis Monate), was ebenfalls eine stärkere Einschnürung erlaubt. Dies sind aber alles reversible Vorgänge!

Wenn man sich sehr eng schnüren will, sollte die Verdauung gut funktionieren. Bevor Sie sich zum erstenmal eng schnüren, sollten Sie sicherstellen, daß Ihr Verdauungssystem nicht zu stark gefüllt ist. Das können Sie beispielsweise erreichen, indem Sie am Vortag nur wenig und leicht essen (oder fasten) und am Vorabend ggf. einen Einlauf machen. Wenn Sie dann Ihr Korsett tragen, sollten Sie immer nur mit Korsett essen, da es sehr unangenehm ist, ein Korsett nach dem Essen anzulegen (auch Stunden nachher). Wenn Sie geschnürt essen hat das außerdem den Vorteil, daß sie automatisch nicht zuviel essen!

So nun habe ich Ihnen aber eine Menge erzählt. Jetzt sind Sie dran! Entscheiden Sie sich noch für eine Farbe. Mein Korsett ist weiß, das mag ich sehr weil es dadurch so zart und unauffällig wirkt. Weiß hat aber den Nachteil, daß es sich, insbesondere bei ständigem Tragen, leicht ein wenig verfärbt (auch bei sauberem Körper!). Schwarz hat solche Probleme nicht, fällt aber unter einer weißen Bluse sehr auf. Oder vielleicht rot oder braun oder lachs oder... Entscheiden Sie selbst. Es wird ja hoffentlich nicht Ihr einziges Korsett bleiben!

Ich hoffe, daß Sie bald Ihre Wespentaille haben und vielleicht auch Ihre Freundinnen dafür begeistern können.


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